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Abbildung zum Thema Einlegesohlen für Diabetiker

Einlegesohlen bei Diabetes: Schutz für Ihre Füße im Alltag

Wenn der Blutzuckerspiegel über lange Zeiträume zu hoch bleibt, verändern sich die Nervenbahnen in den Extremitäten, sodass die Empfindsamkeit der Fußsohle massiv nachlässt. Dies betrifft oft die feinen Nervenenden, die für Schmerz und Temperatur zuständig sind. Man nennt diesen Zustand Polyneuropathie. Betroffene spüren Druckstellen oder kleine Verletzungen oft erst, wenn bereits eine Entzündung vorliegt. Das ist gefährlich.

Die Anatomie des diabetischen Fußes

Da die Durchblutung bei einem chronisch erhöhten Glukosespiegel oft schlechter funktioniert, heilen selbst kleinste Wunden an den 26 Knochen und den unzähligen Gelenken des Fußes nur sehr langsam ab. Der Fuß besteht aus einer komplexen Struktur. Die Plantarfaszie stützt das Längsgewölbe, während die kleinen Muskeln der Mittelfußregion für die Stabilität beim Gehen sorgen. Wenn die Sensibilität nachlässt, erkennt das Gehirn mechanische Reize nicht mehr rechtzeitig.

Druckspitzen entstehen an den Köpfchen der Mittelfußknochen. Diese Stellen sind besonders anfällig. Ein kleiner Stein im Schuh oder eine schlecht sitzende Naht können zu einem Ulcus cruris führen. Das ist ein offenes Geschwür.

Warum Standardsohlen oft nicht ausreichen

Obwohl viele Menschen im Drogeriemarkt günstige Einlagen kaufen, bieten diese meist keine ausreichende Entlastung für die spezifischen Druckpunkte eines Diabetikers. Diese Massenware verteilt das Körpergewicht nicht individuell nach der Anatomie. Das führt dazu, dass sich die Last weiterhin auf die empfindlichen Areale konzentriert.

Ein Orthopädietechniker muss den Fuß genau vermessen. Er nutzt dafür oft einen Gipsabdruck oder ein digitales Scanverfahren. Erst durch diese präzise Erfassung der Fußform kann eine Sohle entstehen, welche die Druckspitzen aktiv in die stabilen Bereiche des Fußes ableitet.

Individuelle Anpassung ist nötig.

Materialien und ihre Funktionen

Während herkömmliche Einlagen oft aus einfachem Schaumstoff bestehen, kommen bei medizinischen Spezialanfertigungen hochmoderne Werkstoffe wie Silikon oder spezielle Thermoplaste zum Einsatz. Diese Materialien lassen sich sehr präzise formen. Sie bieten eine hohe Dämpfung, ohne dass die Sohle unter dem Körpergewicht sofort ihre Form verliert.

Die Wahl des Materials hängt von der individuellen Diagnose ab. Ein Patient mit starker Deformierung benötigt eine steifere Basis, während ein Patient mit hoher Empfindlichkeit eher weiche Polsterungen braucht. Die Schichtdicke variiert oft zwischen 3 und 8 Millimetern.

Qualität entscheidet über den Schutz.

Die Rolle der Druckverteilung

Wenn die Belastung beim Gehen ungleichmäßig auf die Fußsohle wirkt, entstehen lokale Überlastungen, sodass das Gewebe unter der Haut durch die ständige Reibung geschädigt wird. Ein korrektes Einlegesohlensystem fungiert hier als Puffer. Es glättet die Druckkurve über die gesamte Fläche des Fußes.

Die Orthopädie nutzt hierfür oft sogenannte Entlastungszonen. Das sind Aussparungen in der Sohle, die genau dort platziert werden, wo die Knochen am weitesten hervorstehen. Dadurch wird das Risiko für Druckgeschwüre gesenkt.

Das schützt die Haut effektiv.

Beratung und ärztliche Abklärung

Bevor Sie sich für eine spezielle Orthese oder Einlage entscheiden, sollten Sie unbedingt Ihren Diabetologen oder einen spezialisierten Podologen konsultieren, damit die aktuelle Durchblutungssituation professionell bewertet werden kann. Eine falsche Einlage kann im schlimmsten Fall den Druck sogar erhöhen, wenn sie nicht exakt auf die Fehlstellung abgestimmt ist.

Ein Arzt stellt die medizinische Notwendigkeit fest. Er stellt das Rezept für die Sanitätshaus-Versorgung aus. In Deutschland übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten oft nur bei einer nachgewiesenen medizinischen Indikation wie einer ausgeprägten Fehlstellung oder einer Polyneuropathie.

Die Diagnose muss vorliegen.

Pflege der Einlegesohlen

Nachdem Sie Ihre neuen Einlagen erhalten haben, müssen Sie regelmäßig prüfen, ob die Polsterung noch intakt ist oder ob sich Materialabrieb gebildet hat. Abgenutzte Sohlen verlieren ihre dämpfende Wirkung. Das kann innerhalb von 6 bis 12 Monaten passieren, je nach täglicher Gehstrecke.

Reinigen Sie die Sohlen vorsichtig mit einem feuchten Tuch. Vermeiden Sie aggressive Reinigungsmittel, da diese die Struktur des Materials angreifen können. Prüfen Sie zudem täglich Ihre Füße auf Rötungen oder Schwellungen.

Regelmäßige Kontrolle sichert den Erfolg.

Häufige Fragen

Wie erkenne ich, dass meine Einlegesohlen abgenutzt sind?

Wenn Sie nach einem langen Spaziergang ungewohnt schmerzende Stellen am Fuß bemerken, ist das ein Warnsignal. Auch eine sichtbare Verformung oder ein Durchdrücken des Materials deuten darauf hin, dass die Schutzfunktion nicht mehr gegeben ist.

Kann ich meine Einlegesohlen in jeden Schuh legen?

Das hängt vom Volumen Ihres Schuhwerks ab, da medizinische Sohlen oft dicker sind als die originalen Einlagen. Sie sollten vor dem Kauf sicherstellen, dass der Schuh genügend Platz bietet, damit der Fuß nicht durch zu engen Druck zusätzlich geschädigt wird.

Wie lange dauert die Herstellung einer maßgefertigten Sohle?

In der Regel benötigen Sanitätshäuser etwa 1 bis 2 Wochen für den gesamten Prozess von der Abformung bis zur fertigen Lieferung. Dieser Zeitraum ist notwendig, damit die Werkstatt die Sohle exakt nach Ihren anatomischen Gegebenheiten fertigen kann.

Überprüfen Sie heute noch den Zustand Ihrer aktuellen Fußpolsterung.

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