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Röntgendarstellung eines Bruchs am fünften Mittelfußknochen

Bruch des 5. Mittelfußknochens: Ursachen, Heilung und Therapie

Wenn Sie plötzlich einen stechenden Schmerz an der Außenkante Ihres Fußes verspüren, könnte ein Bruch des fünften Mittelfußknochens vorliegen, da dieser Knochen eine zentrale Rolle bei der Stabilisierung des äußeren Fußrandes übernimmt. Der fünfte Metatarsale (Os metatarsale V) bildet den Übergang zwischen dem Mittelfuß und dem kleinen Zeh. Er ist anatomisch oft anfällig für Brüche. Das passiert häufig durch Umknickbewegungen.

Anatomie des äußeren Fußrandes

Da der fünfte Mittelfußknochen eine markante Basis für die Sehnen bildet, die den kleinen Zeh bewegen, reagiert er besonders empfindlich auf Hebelkräfte, welche beim Sport oder bei Stürzen auf das Skelett einwirken. Dieser Knochen ist Teil der 26 Knochen des menschlichen Fußes. Er leitet die Lasten von der Außenkante zum Sprunggelenk weiter. Die Basis des Knochens bildet einen knöchernen Vorsprung. Dieser wird medizinisch als Tuberositas bezeichnet. Er dient als Ansatzpunkt für wichtige Muskeln. Ein Bruch kann an dieser Stelle oder im Schaft auftreten. Das ist schmerzhaft.

Typische Verletzungsmechanismen

Während ein Sportler beim Fußball oder Basketball abrupt die Richtung wechselt, entstehen enorme Scherkräfte auf den Mittelfuß, sodass der fünfte Knochen unter der plötzlichen Belastung nachgeben kann. Solche Brüche treten oft bei Sportarten mit schnellen Richtungswechseln auf. Ein Sturz auf die Außenkante des Fußes provoziert ebenfalls eine Fraktur. Manchmal führt auch ein schwerer Gegenstand, der auf den Fuß fällt, zu einem Bruch. Die Intensität des Schmerzes variiert stark. Er ist meist unmittelbar nach dem Ereignis vorhanden.

Arten der Frakturen am Mittelfuß

Wenn die Bruchlinie direkt an der Basis des Knochens verläuft, spricht man oft von einer avulsiven Fraktur, weil dabei eine Sehne oder ein Band den Knochenabschnitt mit einem Stück Gewebe einfach abreißt. Diese Verletzung ist häufig bei Umknickbewegungen zu beobachten. Eine andere Form ist die Schaftfraktur, die mitten im Knochen verläuft. Hierbei ist die Durchblutung des Gewebes entscheidend für die Heilung. Die Stabilität des Fußes ist dann massiv gefährdet. Der Arzt muss die Lage genau prüfen.

Diagnose und medizinische Abklärung

Nachdem Sie eine Verletzung am Fuß erlitten haben, sollte zeitnah ein Orthopäde oder Unfallchirurg aufgesucht werden, damit dieser mittels Röntgenbildern oder einem MRT das genaue Ausmaß des Schadens bestimmen kann. Ein einfaches Röntgenbild zeigt die Lage der Bruchspalte meist sehr deutlich. Bei Verdacht auf eine komplexe Fraktur ist ein CT sinnvoll. Der Arzt prüft die Achsenausrichtung der Knochenfragmente. Dies verhindert Fehlstellungen.

Wege der medizinischen Behandlung

Obwohl viele einfache Brüche am Mittelfuß durch einen festen Gipskasten oder einen speziellen orthopädischen Schuh stabilisiert werden können, erfordern instabile Frakturen oft eine chirurgische Versorgung mittels Metallplatten oder Schrauben. Die Entscheidung hängt von der Verschiebung der Knochenenden ab. Ein operativer Eingriff wird meist gewählt, wenn die Fragmente mehr als 2 Millimeter voneinander entfernt liegen. Der Heilungsprozess dauert meist 6 bis 12 Wochen. In dieser Zeit darf der Fuß oft nicht voll belastet werden. Physiotherapie unterstützt den Aufbau.

Phasen der knöchernen Heilung

Während der Körper durch die Bildung eines sogenannten Kallus, einer Art biologischem Knochenkitt, die Bruchstelle stabilisiert, müssen Patienten die Belastung streng nach ärztlichem Plan steigern, um den Heilungserfolg nicht zu gefährden. Die erste Phase dauert etwa 2 bis 3 Wochen. In dieser Zeit bildet sich das weiche Gewebe. Danach folgt die Phase der Verknöcherung. Der Knochen wird wieder hart. Etwa nach 8 Wochen ist die Stabilität oft wieder gegeben.

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Heilung?

Die Dauer der Heilung hängt stark von der Art des Bruches ab. Meist benötigen Patienten etwa 6 bis 12 Wochen, bis sie den Fuß wieder normal belasten können. Eine frühzeitige Mobilisation sollte immer mit dem Arzt abgesprochen werden.

Kann ich trotz Bruch Sport treiben?

Ein früherer Wiedereinstieg in den Sport ist meist nicht möglich, solange die Knochenheilung nicht vollständig abgeschlossen ist. Erst wenn das Röntgenbild eine stabile knöcherne Durchbauung zeigt, darf die Belastung gesteigert werden. Vermeiden Sie Sprungbelastungen in der ersten Zeit.

Warum schwillt der Fuß nach dem Bruch an?

Die Schwellung entsteht durch die Entzündungsreaktion und die Einblutung in das umliegende Gewebe nach dem Trauma. Hochlagern des Fußes hilft dabei, den Rückfluss der Flüssigkeiten zu fördern. Kühlen kann den Schmerz zusätzlich lindern.

Wann sollten Sie bei einer bestehenden Verletzung erneut einen Arzt aufsuchen?

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