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Abbildung zum Thema Fraktur des Fersenbeins

Bruch des Fersenbeins: Ursachen, Heilung und Wege zurück

Wenn ein Mensch aus großer Höhe auf harten Boden stürzt, wird die enorme Energie direkt auf das Fersenbein übertragen, sodass der Knochen unter der massiven Last oft regelrecht zerbricht. Das Calcaneus-Bein ist ein zentraler Teil des Fußskeletts. Es trägt das gesamte Körpergewicht beim Gehen. Ein Bruch ist schmerzhaft.

Die Anatomie des Calcaneus

Da das Fersenbein eine unregelmäßige Form besitzt, die viele Gelenkflächen mit dem Sprungbein verbindet, reagiert die Statik des gesamten Fußes extrem empfindlich auf jede kleinste Verschiebung der Knochenfragmente. Das Calcaneus besteht aus kompaktem Knochen und einem schwammartigen Inneren. Diese Struktur verleiht dem Fuß Stabilität. Die Knochensubstanz muss die Stoßkräfte abfangen. Ein Bruch verändert das Fundament.

Die Anatomie ist komplex. Es gibt etwa 26 Knochen im menschlichen Fuß, die eng zusammenarbeiten müssen. Das Fersenbein bildet dabei die Basis.

Typische Unfallmechanismen

Während ein Sturz aus dem Stand meist nur zu leichten Prellungen führt, verursacht ein Fall aus mehreren Metern Höhe oft eine Trümmerfraktur, weil die kinetische Energie die Belastungsgrenze des Knochens weit überschreitet. Solche Unfälle passieren häufig im Bauwesen oder bei Freizeitaktivitäten in den Bergen. Die Kraft wirkt vertikal.

Oft ist auch das Becken betroffen. Ärzte nennen dies die “Don Juan Fraktur”. Man tritt beim Sturz auf, während man gleichzeitig nach hinten fällt. Das ist gefährlich.

Diagnostik und Klassifizierung

Nachdem der Verdacht auf eine Calcaneusfraktur durch eine klinische Untersuchung erhärtet wurde, müssen meist Computertomographien eingesetzt werden, damit die Chirurgen die genaue Lage der Bruchstücke millimetergenau beurteilen können. Ein einfaches Röntgenbild reicht oft nicht aus. Die Schwellung ist massiv.

Es gibt verschiedene Schweregrade. Man unterscheidet zwischen geschlossenen und offenen Brüchen. Auch die Verschiebung der Fragmente ist entscheidend.

Behandlungsmöglichkeiten im Überblick

Wenn die Bruchstücke stark verschoben sind, ist eine operative Versorgung durch Metallplatten oder Schrauben notwendig, damit die anatomische Form des Fersenbeins für die spätere Belastung wiederhergestellt werden kann. Eine konservative Therapie reicht oft nicht aus. Der Knochen muss stabil sein.

Manchmal hilft nur Ruhe. Das gilt bei einfachen Brüchen. Bei schweren Fällen operiert man.

Der langwierige Heilungsprozess

Da die Durchblutung im Bereich der Ferse oft eingeschränkt ist, dauert die biologische Regeneration des Knochengewebes meist zwischen 12 und 24 Wochen, was eine enorme Geduld von den Patienten erfordert. Die Entzündung lässt nach. Danach beginnt der Aufbau.

Physiotherapie ist essenziell. Man muss frühzeitig mit kleinen Bewegungen beginnen. Das verhindert Versteifungen. Ein Patient braucht viel Disziplin.

Mögliche Langzeitfolgen

Obwohl die Operation den Knochen wieder in die richtige Position bringt, können chronische Schmerzen entstehen, weil die Gelenkflächen des Sprunggelenks durch die ursprüngliche Verletzung dauerhaft uneben geblieben sind. Dies führt oft zu einer Arthrose. Die Belastbarkeit sinkt.

Die Statik verändert sich. Der Fuß wirkt breiter. Das kann den Gang beeinflussen.

Häufige Fragen

Wie lange darf ich nicht auftreten?

In der Regel dürfen Patienten nach einer Operation etwa 6 bis 12 Wochen lang nicht voll belasten, damit die knöcherne Heilung stabil abgeschlossen werden kann. Eine genaue Zeitspanne legt der behandelnde Orthopäde fest.

Ist eine Operation immer notwendig?

Eine Operation ist meist dann erforderlich, wenn die Gelenkflächen des Calcaneus um mehr als 2 Millimeter verschoben sind, da sonst eine frühzeitige Arthrose droht. Bei unverschobenen Brüchen reicht oft eine Schienung.

Kann ich wieder Sport treiben?

Die Rückkehr zu Sportarten mit hoher Stoßbelastung ist oft erst nach 9 bis 12 Monaten möglich, sofern die Gelenkfunktion vollständig wiederhergestellt wurde. Ein vorsichtiger Aufbau der Muskulatur ist dabei entscheidend.

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