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Bänder des Sprunggelenks, klinische Darstellung

Operation bei Bänderriss im Sprunggelenk: Ablauf und Heilung

Wenn das Außenband des Sprunggelenks durch eine plötzliche Umknickbewegung vollständig reißt, entscheiden Orthopäden oft über eine operative Stabilisierung, damit die mechanische Instabilität des Fußes dauerhaft korrigiert wird. Ein solcher Riss betrifft meist das Ligamentum talofibulare anterius, welches das Talusbein mit dem Außenknöchel verbindet. Das ist schmerzhaft. Der Patient verspürt oft ein instabiles Gefühl im Gelenk, während die Schwellung innerhalb der ersten 24 Stunden massiv ansteigt. Eine ärztliche Untersuchung mittels Ultraschall oder MRT ist notwendig.

Die Entscheidung für den chirurgischen Eingriff

Obwohl viele einfache Bänderrisse konservativ mit einer Schiene behandelt werden können, empfiehlt sich eine Operation häufig bei chronischer Instabilität, weil die Bänder ohne operative Hilfe nicht mehr korrekt zusammenwachsen. Das passiert oft bei Leistungssportlern. Der Arzt prüft die Stabilität des Gelenks durch spezielle klinische Tests wie den Schubtest. Wenn das Band komplett durchtrennt ist, bietet die Chirurgie eine mechanische Lösung. Die Entscheidung fällt meist nach einer genauen Analyse der Lebensweise des Betroffenen.

Ablauf der Operation am Sprunggelenk

Nachdem die Narkose eingeleitet wurde und der Patient tief schläft, erfolgt der eigentliche chirurgische Eingriff, der entweder über einen offenen Schnitt oder minimalinvasiv per Arthroskopie durchgeführt wird. Die Arthroskopie nutzt kleine Schnitte. Dabei werden Kameras und Instrumente eingeführt, um das Gelenk von innen zu begutachten. Bei der sogenannten Broström-Technik werden die verbliebenen Bandreste mit speziellen Ankern am Knochen fixiert. Dieser Vorgang dauert etwa 45 bis 60 Minuten. Das Gelenk wird danach stabilisiert.

Die Phase der ersten Wochen nach der OP

Während die ersten zwei Wochen nach der Operation meist eine konsequente Entlastung des betroffenen Fußes durch Krücken erforderlich ist, muss die Schwellung durch Hochlagern und Kühlung aktiv kontrolliert werden. Das reduziert den Druck. Der Patient trägt in dieser Zeit oft eine spezielle Schiene, die das Umknicken verhindert, aber dennoch kleine Bewegungen zulässt. Die Heilung der Gewebe benötigt etwa 6 bis 8 Wochen. In dieser Zeit ist Geduld gefragt.

Physiotherapie und gezielter Muskelaufbau

Sobald die Wundheilung abgeschlossen ist und die Schmerzen nachlassen, beginnt die physiotherapeutische Behandlung, damit die Muskulatur rund um das Sprunggelenk wieder die verloren gegangene Stützfunktion übernehmen kann. Die Therapie umfasst Propriozeptionstraining. Das schult das Gleichgewicht. Man steht auf instabilen Unterlagen wie einem Wackelbrett. Ein Physiotherapeut leitet diese Übungen an. Die Patienten verbessern ihre Koordination.

Risiken und mögliche Komplikationen

Falls es während der Heilungsphase zu einer Infektion an der Operationswunde kommt, muss sofort eine medizinische Abklärung erfolgen, um eine Ausbreitung der Entzündung im Gewebe zu verhindern. Infektionen sind selten. Auch eine Thrombose stellt ein Risiko dar, weshalb viele Patienten nach dem Eingriff kurzzeitig Blutverdünner erhalten. Die Schmerzen können anfangs stark sein. Dennoch verläuft die Heilung meist planmäßig.

Rückkehr zum Sport und Alltag

Wenn die Kraft der Wadenmuskulatur wieder das 1,5-fache des gesunden Beins erreicht, kann die Rückkehr zu intensiven Sportarten wie Fußball oder Tennis schrittweise eingeleitet werden. Der Übergang erfolgt langsam. Man beginnt mit leichtem Joggen auf ebenem Boden. Erst später folgen schnelle Richtungswechsel. Das Risiko eines erneuten Risses sinkt durch das Training deutlich. Die Stabilität kehrt zurück.

Häufige Fragen

Wie lange dauert die vollständige Heilung?

Die biologische Heilung der Bänder benötigt etwa 12 Wochen, bis das Gewebe eine ausreichende Zugfestigkeit erreicht hat. Dennoch dauert es oft bis zu sechs Monate, bis die volle Belastbarkeit im Alltag wiederhergestellt ist.

Darf ich nach der OP sofort wieder auftreten?

In den ersten Tagen ist eine Teilbelastung oder komplette Entlastung mit Krücken meist vorgeschrieben, um die Naht nicht zu gefährden. Ihr behandelnder Arzt gibt den genauen Zeitpunkt für den ersten Schritt auf den Boden vor.

Was ist der Unterschied zwischen Arthroskopie und offenem Schnitt?

Die Arthroskopie erfolgt über winzige Schnitte und bietet oft kürzere Heilungszeiten für die Haut, während der offene Schnitt bei sehr großen Rissen mehr Sicht auf die Anatomie ermöglicht. Beide Methoden zielen auf die Stabilisierung ab.

Wie wirkt sich die Wahl des Schuhwerks auf die langfristige Stabilität des Sprunggelenks aus?

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