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Abbildung zum Thema Was das Hochlegen der Beine bedeutet

Beine hochlegen: Was die Schwerkraft für Ihre Füße tut

Wenn Sie nach einem langen Arbeitstag auf dem Sofa liegen und die Beine über eine Polsterung heben, unterstützen Sie aktiv den Rückfluss des Blutes zum Herzen. Dieser Vorgang nutzt die Schwerkraft als physikalische Hilfe, damit die Flüssigkeit in den Venen leichter gegen die natürliche Widerstände der Gefäßwände transportiert werden kann. Das entlastet das System.

Die Physik des Blutflusses

Da das Herz die Blutpumpe für den gesamten Körper darstellt, muss das Blut aus den Füßen eine Strecke von etwa 1,20 Metern bis zum Oberkörper zurücklegen. Dieser Weg ist besonders mühsam, weil die Venenklappen im Bein die Rückströmung nach unten verhindern müssen, während sie gleichzeitig den Aufstieg ermöglichen. Wenn die Beine über Herzhöhe gelagert werden, verringert sich der hydrostatische Druck in den Gefäßen massiv. Das reduziert Schwellungen.

Die Schwerkraft wirkt hier als natürlicher Partner. Sie drückt das Blut sanft nach oben.

Anatomie der Venen und Lymphbahnen

Während das arterielle System das Blut unter hohem Druck aus dem Herzen in die Peripherie presst, arbeitet das venöse System viel langsamer und weniger effizient. Die Venen im Unterschenkel besitzen etwa 20 bis 30 Klappen pro Bein, die wie Rückschlagventile funktionieren, damit das Blut nicht in die Zehen absackt. Wenn diese Klappen durch eine Überlastung oder chronische Entzündungen geschwächt sind, sammelt sich Flüssigkeit im Gewebe an. Das nennt man Ödem.

Das Lymphsystem übernimmt einen weiteren wichtigen Teil der Arbeit. Es transportiert Eiweiß und überschüssige Flüssigkeit aus dem Zwischenzellraum ab, wobei die Lymphgefäße oft noch empfindlicher auf Druck reagieren als die Venen. Durch das Hochlegen wird der Abtransport dieser Stoffe erleichtert, sodass das Gewebe schneller wieder seine ursprüngliche Elastizität zurückgewinnt.

Das hilft bei Schwellungen.

Die ideale Höhe für die Entlastung

Obwohl viele Menschen glauben, dass die Beine so hoch wie möglich liegen sollten, führt eine zu steile Positionierung oft zu unnötigen Spannungen in der Kniekehle. Eine optimale Position erreichen Sie meistens dann, wenn die Füße etwa 15 bis 20 Zentimeter über das Niveau des Herzens gehoben werden. In dieser Höhe ist der Druckunterschied zwischen den Kapillaren und den großen Sammelvenen am günstigsten für den Abfluss.

Die Knie sollten dabei leicht gebeugt bleiben. Eine vollkommen gestreckte Position kann die Durchblutung behindern, weil die Gefäße in der Kniekehle durch die Dehnung der Haut und des Gewebes komprimiert werden könnten. Nutzen Sie weiche Kissen oder eine spezielle Keilunterlage.

Das schont die Gelenke.

Warum die Dauer entscheidend ist

Wenn Sie Ihre Beine nur für zwei Minuten hochlegen, erzielen Sie kaum einen messbaren Effekt auf den Lymphfluss oder die Reduktion von Ödemen. Für eine echte Entlimphende Wirkung sollten Sie mindestens 20 bis 30 Minuten am Stück in der gewählten Position verbleiben, damit die Flüssigkeit aus dem Gewebe in die Gefäße diffundieren kann. Nur durch diese Zeitspanne kann sich das Gleichgewicht zwischen den Sektionen des Lymphsystems stabilisieren.

Kurze Pausen unterbrechen den Prozess.

Vorsicht bei medizinischen Vorerkrankungen

Sollten Sie unter einer akuten Thrombose oder einer schweren Herzinsuffizienz leiden, ist das eigenmächtige Hochlegen der Beine ohne Rücksprache mit einem Arzt gefährlich. Bei einer Thrombose könnte die Bewegung des Blutes ein Blutgerinnsel lösen, was lebensgefährliche Folgen haben kann, während eine schwache Herzleistung durch die plötzliche Volumenverschiebung zum Herzen überfordert werden könnte. In solchen Fällen ist eine ärztliche Abklärung zwingend erforderlich.

Hören Sie auf Ihren Körper. Schmerzen oder Rötungen erfordern immer einen Arztbesuch.

Unterstützung der Fußanatomie

Die 26 Knochen des Fußes und die komplexen Sehnenstrukturen profitieren indirekt von einer verbesserten Durchblutung, da gesundes Gewebe besser regeneriert. Ein gut versorgtes Gewebe um die Sprunggelenke herum bleibt beweglich, was wiederum die mechanische Belastung beim nächsten Gehen reduziert.

Das stärkt die Basis.

Häufige Fragen

Hilft Hochlegen gegen Krampfadern?

Hochlegen kann die Symptome von Krampfadern lindern, indem es den Druck in den Venen senkt. Es heilt jedoch keine bereits entstandenen Venenveränderungen oder defekten Klappen, weshalb eine medizinische Untersuchung bei sichtbaren Besenreiser oder geschwollenen Adern ratsam ist.

Kann man die Beine im Sitzen hochlegen?

Das ist möglich, wenn Sie einen Hocker oder einen Fußstütz verwenden, der die Füße über das Niveau der Hüfte hebt. Achten Sie darauf, dass die Knie nicht durch die Sitzposition abgeknickt werden, damit der Blutfluss nicht unterbrochen wird.

Wie oft sollte ich die Beine hochlegen?

Bei leichten Schwellungen nach langem Stehen sind zwei bis drei Einheiten pro Tag über jeweils 20 Minuten effektiv. Eine dauerhafte Lagerung ist meist nicht nötig, da der Körper durch regelmäßige Bewegung beim Gehen den Lymphfluss von selbst unterstützt.

Überlegen Sie einmal, wie hoch Ihre Füße bei der letzten Ruhepause tatsächlich lagen.

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