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Abbildung zum Thema Welcher Arzt behandelt Plattfüße?

Plattfuß: Welcher Arzt hilft bei Schmerzen im Fußgewölbe?

Wenn das Längsgewölbe des Fußes beim Auftreten zu stark absinkt, verlagert sich die gesamte Last auf die Innenkante des Fußes, sodass die hintere Schienbeinsehne dauerhaft überdehnt wird und mit der Zeit schmerzhafte Reizungen entstehen. Ein Plattfuß ist keine bloße optische Besonderheit. Er betrifft das komplexe Zusammenspiel aus 26 Knochen, zahlreichen Bändern und Sehnen. Viele Menschen bemerken die Veränderung erst spät. Oft treten Schmerzen in den Knöcheln oder im Sprunggelenk auf. Das ist belastend.

Der erste Weg zum Orthopäden

Da die Statik des gesamten Körpers von der korrekten Ausrichtung der Füße abhängt, sollten Betroffene primär einen Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie aufsuchen, der die biomechanische Funktion des Fußgewölbes detailliert untersucht. Der Orthopäde ist der zentrale Ansprechpartner für Skelett- und Gelenkbeschwerden. Er prüft die Beweglichkeit der Gelenke. Er analysiert die Druckverteilung beim Gehen.

Ein Arzt nutzt hierfür oft eine Ganganalyse. Dabei werden Sensoren unter die Sohlen gelegt. Dies hilft bei der Diagnose. Wenn die Fehlstellung bereits zu strukturellen Veränderungen an den Gelenken geführt hat, muss der Arzt entscheiden, ob konservative oder operative Maßnahmen notwendig sind. Er stellt die Richtung vor.

Die Rolle des Podologen

Obwohl der Orthopäde die medizinische Diagnose stellt und die Therapie vorgibt, arbeitet der Podologe oft eng mit der Praxis zusammen, während er sich auf die spezialisierte Pflege und die Behandlung der Haut sowie der Nagelstrukturen konzentriert. Podologen sind keine Ärzte, aber medizinische Fußpfleger. Sie behandeln Hornhaut oder eingewachsene Nägel. Das ist wichtig für den Komfort.

Ein Plattfuß führt häufig zu einer verstärkten Druckbelastung auf die Haut. Dadurch entstehen oft dicke Schwielen an der Innenkante des Fußes. Der Podologe kann diese mechanischen Probleme lindern. Er beurteilt die Hautzustände regelmäßig. Er arbeitet präventiv.

Orthopädietechnik und Einlagenversorgung

Nachdem der Orthopäde eine spezifische Fehlstellung im Längsgewölbe festgestellt hat, wird er häufig ein Rezept für eine maßgefertigte Einlage ausstellen, damit ein Orthopädietechniker diese exakt an die Anatomie des Patienten anpasst. Die Orthopädietechnik ist ein hochspezialisiertes Handwerk. Techniker nutzen 3D-Scans der Füße. Sie fertigen Einlagen aus verschiedenen Materialien.

Diese Hilfsmittel korrigieren die Fußstellung. Sie entlasten die betroffenen Sehnen. Eine gute Einlage stabilisiert das Gewölbe. Das verbessert den Gang. Die Passform muss perfekt sein. Ein falsches Modell schadet eher.

Wann ein Chirurg gefragt ist

Wenn die konservativen Methoden wie Physiotherapie oder Einlagen über einen Zeitraum von 6 bis 12 Monaten keine Besserung bringen, muss ein spezialisierter Fußchirurg die Möglichkeit einer operativen Korrektur der knöchernen Fehlstellung prüfen. Chirurgen greifen zu tieferen Maßnahmen. Sie korrigieren Knochenstrukturen. Sie verlängern Sehnen.

Die Operation ist meist die letzte Option. Sie erfolgt bei starken Schmerzen. Die Heilungsphase dauert oft mehrere Monate. Patienten müssen nach dem Eingriff vorsichtig sein. Die Stabilität des Fußes steht im Fokus. Das Ziel ist Schmerzfreiheit.

Physiotherapie als ergänzende Maßnahme

Während der Arzt die medizinische Leitung übernimmt, arbeitet der Physiotherapeut intensiv an der Kräftigung der kleinen Fußmuskeln, damit das Längsgewölbe durch eine verbesserte muskuläre Unterstützung wieder etwas mehr Stabilität erfährt. Physiotherapeuten nutzen gezielte Übungen. Sie trainieren die Fußsohle. Sie dehnen die Wadenmuskulatur.

Ein verkürzter Musculus gastrocnemius kann das Problem verschlimmern. Die Wade zieht an der Ferse. Das drückt den Fuß nach innen. Physiotherapie hilft gegen diese Spannung. Der Patient macht Übungen zu Hause. Das fördert den Erfolg.

Häufige Fragen

Muss ich sofort zum Arzt?

Ein Arztbesuch ist ratsam, wenn die Fehlstellung Schmerzen verursacht oder das Gangbild beeinträchtigt. Auch wenn keine akuten Schmerzen vorliegen, kann eine frühzeitige Abklärung helfen, Folgeschäden an den Knien oder der Hüfte zu vermeiden. Eine professionelle Untersuchung gibt Sicherheit.

Hilft Sport gegen einen Plattfuß?

Sport kann die Muskulatur stärken, aber bestimmte Sportarten mit hoher Stoßbelastung wie Joggen können die Symptome bei einem unentdeckten Plattfuß sogar verschlimmern. Gezieltes Krafttraining der Fußmuskulatur ist jedoch sehr sinnvoll. Sprechen Sie vor dem Training mit einem Experten.

Wie lange dauert eine Einlagenanpassung?

Die Herstellung einer maßgefertigten Einlage nimmt meist etwa 1 bis 2 Wochen in Anspruch, nachdem der Abdruck oder Scan Ihres Fußes im Sanitätshaus erfolgt ist. Die Anpassung erfolgt individuell. Danach können Sie die Einlagen direkt in Ihren Alltag integrieren.

Welche Auswirkungen hat eine dauerhafte Fehlstellung auf Ihre Kniegelenke?

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